Venture Capital, oder auch Risikokapital oder Wagniskapital genannt, bezeichnet eine außerhalb des Kapitalmarktes (d.h. nicht an der Börse gehandelt) angesiedelte Finanzierungsmöglichkeit. Darunter werden in der Regel private Beteiligungsgelder verstanden, die gerade in junge, nicht börsennotierte, technologieorientierte Unternehmen bzw. besonders interessante Businesspläne investiert werden.
Dabei investiert der Kapitalgeber normalerweise Gelder, die als voll haftendes Eigenkapital zählen, und wird damit Gesellschafter. In der Regel wird die Beteiligung als Minderheitsbeteiligung (unter 50%) geführt, da der Geber von Venture Capital letztendlich damit einzig Gewinne erwirtschaften will. Um überhaupt an Venture Capital zu gelangen, muss natürlich der Investor mittels Businessplan auf das Vorhaben aufmerksam gemacht werden.
Der für Venture Capital erforderliche Businessplan sollte sich durch seinen Innovationscharakter und den damit einhergehenden finanziellen Chancen auszeichnen. Das Potential sollte glaubhaft dargestellt werden, wobei die Realisierungsfähigkeit nicht zu verachten ist. Letztendlich muss man mit einem Businessplan für Venture Capital den Geldgeber von seiner Geschäftidee überzeugen, und gleichzeitig mit entsprechenden Gewinnchancen „ködern“.
Dabei sollte man beachten, dass der Geber von Venture Capital von unrealistischen Businessplänen und Gewinnerwartungen eher abgeschreckt wird. Jedoch suchen diese Personen lukrative Anlagemöglichkeiten, die in der Zukunft höhere Erträge, als mit herkömmlichen Geldanlagen, abwerfen. Vor allem im Webbereich ist das, in Deutschland sonst eher unterrepräsentierte, Venture Capital verstärkt vertreten.